Wie wir jemanden nach seinem Tode behandeln,

macht deutlich, wie wir ihn in seinem Leben geschätzt haben! Keine Sorge - wir reden hier nicht von 'pompösen' und vor allem 'teuren' Zeremonien.

Wir reden davon, wie wir umgehen mit dem Tod und den Toten.

Christen fielen im Römischen Reich dadurch auf, dass sie sich vor dem Sterben nicht fürchteten; denn sie lebten in der Gewissheit: "ich kann nicht tiefer fallen, als nur in Gottes Hand."

Verschiedene Völker und Religionen haben unterschiedliche Traditionen entwickelt: Hindus und Buddhisten verbrennen ihre Toten feierlich. Sie glauben an die Wiedergeburt.

Die abrahamitischen Religionen (Judentum, Christentum und Islam) beerdigen den -möglichst unversehrten - Körper.  Während bei muslimischen und Jüdischen Beerdigungen sehr viel Wert auf eine Erdbestattung gelegt wird, sind die christlichen Traditionen an dieser Stelle sehr indifferent geworden. Was z. B. leider dazu führt, dass Arme und Alleinstehende oft in Pappurne und anonymem Massengrab einfach 'staatlich entsorgt' werden.

Unsere Gemeinde legt großen Wert darauf, dass wir auch diese Gemeindeglieder mit Gebet und Bibeltext auf ihrem letzten irdischen Weg geleiten. An dieser Stelle danken wir vor allem unserem Bezirksbürgermeister für freundliche Zuarbeit.

Wenn unsere Gemeinde ein verstorbenes Gemeindeglied und dessen Angehörige auf seinem letzten Weg begleitet, ist das ein Gottesdienst. Das drückt sich auch in den Musikstücken aus, die bei dieser Gelegenheit verwendet werden.

Für alle Gemeindeglieder ist die Begleitung der Gemeinde (des Pfarrers oder der Pfarrerin) kostenlos. Tote zu bestatten gehört zur 'Nachfolge Gottes', zu den 7 Werken der Barmherzigkeit, weil Gott selbst Mose auf dem Berg Nebo begrub.

Aber Sie können uns auch um die Sterbebegleitung Ihres Angehörigen bitten. Wir feiern gerne mit Ihnen ein letztes Abendmahl oder  begleiten Sie im Gebet, wenn jemand aus Ihrer Familie im Sterben liegt. Scheuen Sie sich nicht, sich bei uns zu melden.